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AR-Know-how: Was ist eigentlich Okklusion?

Sie fragen immer, was demnächst von Augmented Reality zu erwarten ist. Okklusion ist eine der Antworten darauf. 

Was sind die Zukunftsthemen im Bereich Augmented Reality?

Klar, der Themenkomplex Augmented Reality ist für die meisten Anwender noch vergleichsweise neu. Das stellen wir immer wieder fest, wenn unsere Kunden ihre Produkte zum ersten Mal selbst in Augmented Reality sehen. In der Regel folgen dann leuchtende Augen, die uns zeigen, dass wir alle auf dem richtigen Weg sind.

 

Aber natürlich gibt es eine Reihe von Themengebieten beziehungsweise Eigenschaften, die Augmented Reality in der nahen Zukunft noch viel besser und beeindruckender machen werden. In einem Post zuvor haben wir von einer ersten Alltags-Augmented Reality-Brille berichtet [zum kompletten Artikel]. Stellen Sie sich bitte vor, dass ihr gesamtes Blickfeld kontinuierlich mit virtuellen Elementen angereichert werden könnte. Das vermittelt eine Ahnung, wie viel Bestaunenswertes uns noch bevorsteht.

Okklusion

So kennen Sie Augmented Reality in Onlineshops. Natürlich wurde auch dieses Zelt mit einem unserer 3D-Scansysteme digitalisiert. Für den Onlinehändler doorout.com.

Oder die Verbindung von Augmented Reality-Objekten mit Geopositionen. Einen Vorgeschmack darauf haben wir durch das Spiel Pokémon Go erhalten: die zu fangenden (virtuellen) Pokémons befinden sich an Orten der realen Welt – wie zum Beispiel Sehenswürdigkeiten oder auffälligen Plätzen. Ein solch ortsfestes Pokémon ist für alle Spieler gleichzeitig an diesem realen Ort sichtbar und kann auch von allen Spielern dort gefangen werden.

 

Viele von Ihnen werden nun fragen, wo die Verbindung beispielsweise zum E-Commerce ist. Auch hier ist wieder ein wenig Ihre Vorstellungskraft gefragt: nehmen wir an, Sie planen, ein neues Sofa zu kaufen. Dieses Sofa soll bei Ihnen zu Hause an einem ganz bestimmten Ort stehen. Sie greifen sich dazu also nun das Augmented Reality-Objekt des gewünschten Sofas und positionieren es exakt an der Stelle im Raum, wo es Ihrer Meinung nach am besten wirkt. Wann immer nun Ihr Partner oder Ihre Partnerin nach Hause kommt, befindet sich das Sofa für sein beziehungsweise ihr Device an der von Ihnen vorgesehen Stelle. Auch, wenn Sie selbst zu diesem Zeitpunkt gar nicht zuhause sind.

Was ist Okklusion?

Heute soll es aber um Okklusion gehen, das mit den zuvor genannten Punkten durchaus eng verwandt ist.

 

Zum Verständnis müssen wir zunächst betrachten, welche Raumbestandteile Ihr Smartphone „misst“: zunächst sind das die Flächen auf beziehungsweise an denen AR-Objekte befestigt werden können. Dies sind Böden, Oberflächen von Tischen, Zimmerdecken und Zimmerwände. Wie präzise diese vermessen werden, hängt von der Güte der Sensorik des jeweiligen Smartphones ab. Außerdem werden die Lichtverhältnisse des realen Raumes erfasst, damit die Spiegelungen auf dem virtuellen AR-Objekt denen auf einem echten Objekt im realen Raum entsprechen. Für eine natürliche Anmutung ist das sehr wichtig.

Diese Elemente, also die Flächen und das Licht, sind sozusagen die Grundvoraussetzungen für die Nutzung von Augmented Reality. Wenn aber beispielsweise eine Person hinter dem virtuellen AR-Objekt das Blickfeld passiert, verdeckt es heute häufig das AR-Objekt. Dies dürfte eigentlich nicht sein, da ein physisches Objekt, das vor der Person steht, nicht verdeckt würde. Die AR-Wahrnehmung ist in diesem Fall also deutlich geschmälert, da der Betrachter auf die falsche Illusion sehr aufmerksam wird.

Okklusion

Wir finden, dass bei diesem Beispiel der enorme Mehrwert von Augmented Reality für den Onlineshop-Käufer mal wieder sehr sichtbar wird.

Okklusion bei Augmented Reality ist nun die Fähigkeit, virtuelle AR-Objekte durch physisch im Raum befindliche Objekte zu verdecken – falls diese sich im Vordergrund vor dem AR-Objekt befinden.

 

Dies gilt sowohl für statische Objekte – wie im Fall der Bilder dieser Seite zum Beispiel den Schlafsack, der im Zelt liegt und das Zelt verdeckt. Auf diese Weise entsteht der Eindruck einer perfekten Illusion.

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Und hier Okklusion am realen Einsatzfall: Der reale Schlafsack liegt im virtuellen Zelt. Dazu müssen Sie sich übrigens in den Innenraum des Zelts begeben. Am besten probieren Sie es sofort aus. Nicht vergessen: die Funktion ist nur bei neueren Smartphones verfügbar.

Aber das gilt mehr und mehr auch für Personen, die vor einem AR-Objekt vorbeigehen. Nur und ausschließlich diese verdecken das AR-Objekt. Dazu muss das Smartphone, neben den oben genannten Messgrößen, auch die Person wahrnehmen und ihre Position im Raum.

 

Ob diese Okklusion bei statischen Gegenständen oder bewegten Personen in Augmented Reality stattfindet, hängt vom Gerät und vom Betriebssystem ab.

 

Bei Apple-Geräten findet die Okklusion von Personen („People Occlusion“) bei Smartphones und Tablets statt, die mindestens mit dem Chip Apple A12 oder neuer ausgestattet sind.

 

Was wir uns immer vor Augen halten sollten: all diese Eigenschaften und technischen Finessen dienen letztlich dazu, dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem das virtuelle Objekt nicht mehr vom physischen Objekt zu unterscheiden ist. Dazu gehört dann auch, dass wir zum Beispiel mit unseren Händen direkt mit dem virtuellen Objekt interagieren können. Daran, dass all das kommen wird, zweifelt jedenfalls keiner der Fachleute.

Was kostet das?

Wünschen Sie das auch für Ihre Produkte? Hier finden Sie die Preise für unsere Diensteistung »Scan-as-a-Service« oder ein 3D-Scansystem in Ihrem Hause:

Welche Geräte werden unterstützt?

Zum Anzeigen solcher AR-Modelle ist keine App erforderlich. In die mobilen Betriebssysteme iOS und Android wurde diese Technologie von Apple und Google tief integriert, da beide das enorme Zukunftspotenzial sehen.

 

Damit haben aktuell (Mai 2021) deutlich über zwei Milliarden Smartphones diese Fähigkeit. Und auch Sie müssen nicht mehr als einen ganz normalen Link in Ihren Onlineshop oder Ihre Website einfügen; keine Anfangsinvestition, keine Softwareanpassung.

iOS/Apple

AR erfordert ein iOS- oder iPadOS-Gerät mit iOS 11 (oder neuer) und einem A9-Prozessor oder neuer; das bedeutet konkret:

 

– iPhone 6S oder neuer
– iPad Pro (alle Modelle)
– iPad (5. Generation) oder neuer
– iPad mini (5. Generation) oder neuer
– iPad Air (3. Generation) oder neuer
– iPod touch (7. Generation) oder neuer

 

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Android/Google

AR benötigt in der Regel Android 7.0 oder neuer; welche Geräte unterstützt werden, entnehmen Sie bitte der von Google kontinuierlich erweiterten Liste auf google.com:

 

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